Was ist der PayPal-Verkäuferschutz und welche Artikel fallen nicht darunter?

Der PayPal-Verkäuferschutz kann Sie bei Käuferschutzanträgen, Rückbuchungen oder Rücklastschriften schützen, zu denen es gekommen ist, weil eine Transaktion nicht autorisiert war oder der Käufer den Artikel nicht erhalten hat.Für alle Transaktionen, die am oder nach dem 13. April 2020 getätigt werden, wird der Verkäuferschutz auf immaterielle Artikel wie Reisen, Tickets und digitale Güter ausgedehnt. Mit dem PayPal-Verkäuferschutz sind Sie eventuell für den vollen Betrag aller berechtigten Zahlungen abgedeckt.

Diese Seite gilt für PayPal-Konten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Im Folgenden finden Sie einige der wichtigsten Anforderungen, die Sie erfüllen müssen, um den Verkäuferschutz zu nutzen:

  • Die Transaktion muss in Ihrem Konto auf der Seite "Transaktionsdetails" als berechtigt oder teilweise berechtigt für den Verkäuferschutz gekennzeichnet sein,
  • Ihr PayPal-Konto wird  beanstandungsfrei geführt,
  • Sie müssen auf unsere Anfragen zu Dokumenten und anderen Informationen innerhalb der jeweils von uns angegebenen Fristen reagieren.
Für materielle Güter:
  • Sie haben den Artikel an die Versandadresse in den "Transaktionsdetails" geschickt,
  • Sie müssen einen Versandbeleg, einen Lieferbeleg oder ggf. eine unterzeichnete Lieferbestätigung vorlegen.
Für immaterielle oder digitale Güter:
  • Sie müssen einen Nachweis vorlegen, dass der immaterielle Artikel bzw. die digitalen Güter wie beschrieben bereitgestellt wurden bzw. die Dienstleistung wie beschrieben erbracht wurde. Aus dem Nachweis muss eindeutig hervorgehen, dass Ihr Käufer die Ware oder Dienstleistung erhalten bzw. von der Transaktion profitiert hat;
  • Sie müssen sämtliche Bedingungen und Bestimmungen einhalten, die für den Kauf gelten
  • Sie müssen sämtliche Anforderungen zu technischen Integrationen einhalten, auf die PayPal Sie speziell hingewiesen hat;
  • Sie müssen die Standard-Transaktionsgebühr bezahlt haben;
  • PayPal behält sich das Recht vor, von Ihnen eine Anpassung der bestehenden Integration der PayPal-Dienste zu verlangen:
    • Wenn Sie die PayPal-Dienste in Ihre Kaufabwicklung integriert haben und Zahlungen direkt über ihre (mobil optimierte) Website empfangen, müssen Sie die aktuellste verfügbare Integration verwenden;
    • Wenn Sie die PayPal-Dienste über einen Dritten integriert haben, müssen Sie sicherstellen, dass die jeweiligen Sitzungsdaten ("session information") an PayPal übergeben werden. Darüber hinaus können abhängig von Ihrem jeweiligen Geschäftsmodell weitere Anforderungen an die Integration bestehen;
    • Für weitere Informationen besuchen Sie bitte https://developer.paypal.com.
Der Verkäuferschutz gilt nicht die folgenden Fälle:
  • Käuferschutzanträge oder Rückbuchungen mit der Begründung,  dass der gelieferte Artikel deutlich von der Artikelbeschreibung der Händlers abweicht ("Significantly Not As Described" oder "SNAD"),
  • Persönlich gelieferte Artikel, auch in einem Ladengeschäft,
  • Zahlungsmitteläquivalente Artikel, einschließlich Geschenkkarten,
  • Spenden,
  • Finanzprodukte jeglicher Art,
  • Zahlungen, die mit der Funktion "Freunde und Familie" gesendet wurden,
  • Zahlungen, die mit der Funktion PayPal-Sammelzahlungen,
  • Bei Versandartikeln: Artikel, die nicht an die Lieferadresse des Empfängers, wie auf der Seite "Transaktionsdetails" angegeben, gesendet wurden. Wir empfehlen Ihnen, kein vom Käufer ausgewähltes Versandunternehmen zu verwenden. Auf diese Weise sind Sie immer in der Lage, einen gültigen Nachweis für Versand und Lieferung vorzulegen.
Es gibt keine Limits oder Obergrenzen beim Verkäuferschutz. PayPal behält sich jedoch das Recht vor, im Falle missbräuchlicher Nutzung Ihre Berechtigung zum Verkäuferschutz zu widerrufen oder auszusetzen. Im Falle eines Widerrufs des Verkäuferschutzes teilt PayPal Ihnen dies mit, bevor wir Maßnahmen ergreifen.
 
Die vollständigen Voraussetzungen für die Nutzung finden Sie in der Verkäuferschutzrichtlinie.
 
Wir werden die Verkäuferschutzrichtlinie im Laufe dieses Jahres entsprechend den hier gemachten Angaben anpassen; der genaue Zeitpunkt steht derzeit noch nicht fest. Deshalb kann es sein, dass in der Verkäuferschutzrichtlinie immaterielle Artikel, Dienstleistungen und digitale Güter immer noch als nicht für den Verkäuferschutz berechtigt angezeigt werden. Diese Information trifft nicht mehr zu. Alle sonstigen Regelungen der Verkäuferschutzrichtlinie gelten jedoch unverändert fort.